Eine Bilderwand erzählt eine Geschichte: Erinnerungen, eine Sammlung, eine Farbpalette. Gelungen, wird sie zum Blickfang des Wohnzimmers; improvisiert, wirkt sie schnell unordentlich. Alles hängt von der Wahl der Anordnung und der Abstände ab.
Drei Anordnungen, die funktionieren
- Die Rasterhängung: identische Rahmen in Reihen und Spalten, überall mit demselben Abstand. Sehr grafisch, bringt sie eine Serie zur Geltung: vier Aquarelle, sechs Holzschnitte … Rechnen Sie mit 4, 6 oder 9 Rahmen.
- Die Kantenhängung: Alle Rahmen sind an einer gemeinsamen waagerechten Linie ausgerichtet, an der Ober- oder an der Unterkante, oder stehen auf einer Bilderleiste. Leicht zu verändern: Sie tauschen die Werke aus, ohne neue Löcher zu bohren.
- Die freie Hängung: verschiedene Formate, gruppiert um ein größeres Werk in der Mitte. Sie ist die lebendigste, aber auch die anspruchsvollste Variante: Achten Sie auf gleichmäßige Abstände und auf eine Außenkontur, die insgesamt ungefähr ein Rechteck bildet.
Die Abstände
Lassen Sie 5 bis 8 cm zwischen den Rahmen. Enger gehängt, berühren sie sich optisch; weiter auseinander, bilden sie kein Ensemble mehr. Entscheidend ist, überall denselben Abstand einzuhalten: Er vermittelt Ordnung, auch bei unterschiedlichen Formaten.
Für Zusammenhalt sorgen
- Eine einheitliche Rahmenfarbe, höchstens zwei: ganz in Schwarz für Galeriewirkung, Eiche und Weiß für eine sanfte Atmosphäre. Mehr dazu: den passenden Rahmen wählen.
- Ein roter Faden: ein gemeinsamer Stil (nur Holzschnitte, nur Line Art), eine Farbpalette oder ein gemeinsames Thema.
- Passepartout bei allen Rahmen oder bei keinem: Es verbindet Werke unterschiedlicher Größe.
- Ein größeres Werk als Anker einer freien Hängung, umgeben von kleineren Formaten (20 × 30, 18 × 24, 13 × 18).
Für eine perfekt aufeinander abgestimmte Serie gestalten Sie mehrere Werke im selben Stil, mit derselben Stimmung und derselben Farbpalette, und ändern nur die beschriebene Szene: So entsteht eine echte Familienähnlichkeit.
Einige Beispiel-Anordnungen
| Wand | Anordnung | Formate |
|---|---|---|
| Über einem 2 m breiten Sofa | 6er-Raster | Sechs Bilder in 30 × 40 mit Passepartout: insgesamt rund 1,40 × 1,12 m |
| Über einem 1,50 m breiten Sideboard | 3er-Reihe | Drei Bilder in 20 × 30 mit Passepartout: rund 1,05 m breit |
| Flur | 4er- oder 5er-Reihe | 18 × 24 oder 20 × 30, auf Augenhöhe |
| Große Wohnzimmerwand | Freie Hängung | Ein Bild in 50 × 70, umgeben von 30 × 40, 20 × 30 und 13 × 18 |
Zur Höhe: Die Mitte der gesamten Anordnung liegt etwa 1,50 m über dem Boden, mehr dazu im Ratgeber zur richtigen Aufhängehöhe.



